Ganzheitliche Naturkosmetik

Gesichtspflege mal nachhaltig – alles über gesunde Naturkosmetik

Das Thema Nachhaltigkeit genießt eine zunehmende gesellschaftliche Relevanz und viele Menschen verspüren den Wunsch, auch im Kleinen ihren persönlichen Beitrag dazuzuleisten. Nachhaltige, ökologische und vegane Kosmetik ohne schädliche Zusatzstoffe liegt daher im Trend. Doch wie genau wird Naturkosmetik eigentlich definiert, welche Unterschiede gibt es zu konventionellen Produkten und wie können Verbraucher von nachhaltiger Gesichtspflege profitieren? Hier kommen die wichtigsten Informationen zur Naturkosmetik, kompakt zusammengefasst.

Was ist Naturkosmetik überhaupt?

Zahlreiche Produkte werben mittlerweile damit, Naturkosmetik zu sein – manche zurecht und andere zu Unrecht. Tatsächlich ist der Begriff „Naturkosmetik“ nämlich nicht gesetzlich geschützt. Dennoch können Produkte, die bestimmte Kriterien erfüllen, als Naturkosmetik zertifiziert werden. Hierauf weisen bestimmte Siegel hin – zum Beispiel das NATURE-, BDIH- oder das demeter-Siegel.

Zertifizierte Naturkosmetik setzt auf Inhaltsstoffe, die weitestgehend natürlichen Ursprungs sind. Künstlich hergestellte und für die Umwelt problematische Bestandteile wie zum Beispiel Mikroplastik oder Konservierungsstoffe sind nicht erlaubt. Auch die in Verruf geratenen Silikone und Polyethylenglykole (PEGs) finden sich in Naturkosmetik nicht.

Übrigens: Naturkosmetik ist nicht automatisch bio oder nachhaltig! Nur, weil ein Produkt den Standards der Naturkosmetik entspricht, bedeutet dies nicht, dass die Inhaltsstoffe aus biologischem und nachhaltigem Anbau stammen. Wer hierauf Wert legt, sollte sich gesondert über die Beschaffenheit der favorisierten Kosmetikprodukte informieren. In puncto Nachhaltigkeit sollte außerdem nicht nur auf die Herkunft der Inhaltsstoffe, sondern auch auf die Verpackung geachtet werden.

Verbot von Tierversuchen

In der Regel ist zertifizierte Naturkosmetik tierversuchsfrei. Allerdings legt jedes Siegel die Kriterien in puncto Tierversuche selber fest. Es kann daher zu unterschiedlich strengen Anforderungen an die Hersteller kommen.

Prinzipiell schreibt die EU seit 2013 vor, dass alle offiziell erforderlichen Tests für Sicherheit von Kosmetikprodukten ohne Tierversuche stattfinden müssen. Eine Garantie dafür, dass im Rahmen der Produktion überhaupt keine Tierversuche stattfanden, besteht daher nicht. Schließlich könnte es zum Beispiel bei nicht offiziell sicherheitsrelevanten Test im Ausland zu Tierversuchen und damit Tierquälerei gekommen sein. Es empfiehlt sich daher, genau hinzusehen, wie streng ein Kosmetikunternehmen die eigene Philosophie, keine Tierversuche stattfinden zu lassen, verfolgt. Viele ganzheitliche Unternehmen richten sich aber diesbezüglich mittlerweile nach strengeren Regeln als gesetzlich notwendig und kommen ohne Tierleid aus.

Übrigens ist Naturkosmetik auch nicht automatisch vegan. Bei der Herstellung sind natürlich tierische Produkte – zum Beispiel Honig, Bienenwachs oder Milchbestandteile – grundsätzlich erlaubt. Wer also Wert auf Kosmetik ohne tierische Bestandteile legt, sollte darauf achten, dass diese als vegan ausgezeichnet ist. Nur dann enthält sie keinerlei Bestandteile tierischen Ursprungs.

Auch an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Bezeichnung „vegan“ keinem gesetzlichen Schutz unterliegt. Vegane Kosmetik enthält zwar keine tierischen Inhaltsstoffe, dies heißt aber nicht zwangsläufig, dass im Laufe der Produktion nirgendwo Tierversuche stattfanden.

Vorteile von ganzheitlicher Naturkosmetik für die Gesundheit

Konventionelle Kosmetikprodukte können für die Gesundheit problematische Inhaltsstoffe enthalten. Ein gutes Beispiel hierfür ist Deo, das oft Aluminium enthält, welches im Verdacht steht, Brustkrebs auslösen zu können. Auch Mineralöle, PEGs und Parabene werden im Zusammenhang mit Krebs untersucht. In konventionellen Produkten enthaltene schädliche Substanzen können außerdem in den Blutkreislauf gelangen und den Körper so mit Giftstoffen belasten. Manche Substanzen können sogar den Hormonhaushalt durcheinanderbringen.

Fazit – zertifizierte Naturkosmetik lohnt sich für Körper und Seele

Naturkosmetik kommt ohne schädliche, unnatürliche Inhaltsstoffe aus und kann dadurch die Giftbelastung im Körper senken. Da die Bezeichnung allerdings nicht geschützt ist, empfiehlt es sich, auf entsprechende Siegen zu achten und deren Vergabekriterien vorab genau zu studieren.

marci

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