Hochwasser: Wie kann ich mein Haus absichern?

Auch aufgrund des Klimawandels kommt es in Deutschland immer häufiger zu stärkeren Unwetter mit starken Regenfällen. Dabei sind oft nicht nur Gebäude in der Nähe größerer Flüsse von Überschwemmungen im Keller betroffen. Auch abseits deren kann es durch Starkregen zu großen Überschwemmungen kommen. Wie du dich als Hausbesitzer dagegen absicherst und was zu tun ist, wenn das Hochwasser kommt, erfährst du im Folgenden.

Rechtlich abgesichert?

Was viele nicht wissen: Eine Gebäudeversicherung allein haftet nicht für Hochwasser im Keller. Es ist meist zwingend notwendig eine erweiterte Naturgefahrenversicherung abzuschließen. Denn nur diese greift auch bei Zerstörung wie Starkregen, Hochwasser und Überschwemmungen. Der Kostenbetrag ist unterschiedlich und unterscheidet sich je nach Region, in welcher sich dein Gebäude befindet. Es ist ratsam bei deiner Gebäudeversicherung nachzufragen, damit du im Ernstfall richtig abgesichert bist.  

Baulich abgesichert?

Die baulichen Maßnahmen, um dein Gebäude vor Hochwasser zu schützen sind vielseitig. Am besten triffst du diese in Absprache mit deiner Versicherung, da viele Versicherungen bestimmte Vorgaben verlangen.

Am meisten gefährdet im Haus ist dein Keller. Dort dringt das Wasser am schnellsten ein, da durch Starkregen rasch das Grundwasser steigen kann und von unten nach oben drückt. Deswegen sollte dein Keller bestmöglich abgedichtet sein.

Zum einen empfiehlt es sich druckwasserdichte Fenster einzubauen. Fenster sind gerade bei älteren Häuser ein großer Schwachpunkt. Solltest du in einem älteren Haus wohnen ist ein Austausch hier sehr sinnvoll. Bei einem Neubau ist es besser die Fenster so hoch wie möglich einzubauen oder vielleicht auch ganz wegzulassen, um dieser Schwachstelle aus dem Weg zu gehen.  

Rückstauklappen, wie zum Beispiel von Beton Tille, verhindern, dass es zu Wasserrückflüssen in Rohrleitungen kommt. Somit kann das Wasser nur in eine Richtung fließen und dringt bei Hochwasser nicht in das Gebäude ein.

Baust du neu, so solltest du im besten Fall Erhöhungen einplanen. Zum Beispiel an Hauseingängen, durch eine Treppe, die das Wasser im Notfall zurückhält.

Da Regen von oben kommt sollte selbstverständlich auch dein Dach dicht sein. Gerade durch Unwetter könnten sich mit der Zeit Dachplatten lösen. Überprüfe deshalb auch regelmäßig dein Dach auf eventuelle Schäden.

Wie kann ich mich weiter absichern?

Um bestmöglich für den Ernstfall gewappnet zu sein kannst du noch weitere Vorkehrungen treffen. Ein Vorrat an Sandsäcken ist sicher sinnvoll, um das Wasser in seinen Bannen zu halten. Vor allem wer oftmals von Überschwemmungen betroffen ist, sollte sich diese auf jeden Fall zulegen.

Zudem sollte dein Mobiliar im Keller möglichst mobil sein. So kannst du im Fall der Fälle dieses schnell an einen sicheren Ort bringen. Am besten lagerst du auch keine Wertgegenstände dort. Diese sind besser in höheren Stockwerken aufgehoben.

Heizöltanks im Keller sollten so gesichert sein, dass sie nicht aufschwimmen können. Heizungsanlagen und elektrische Anlagen wie Stromverteilerkästen sollten vor Wasser geschützt sein. Am besten an einem hochwassersicheren Ort.

Steht bei dir öfters das Wasser im Keller, so ist es sicher sinnvoll über eine Tauchpumpe nachzudenken, welche das Wasser dort dann schnellstmöglich herausbefördern kann.

Das Wasser ist da – Was nun?

Trotz all deiner Bemühungen steht dein Keller voller Wasser. Es gilt nun schnell zu handeln um so größere Schäden zu verhindern.

Stelle als erstes den Strom beziehungsweise auch das Gas in den überschwemmten Räumen aus. Dies dient vor allem zu deiner eigenen Sicherheit. Erst danach solltest du dich in den Raum begeben, um die dort befindlichen Gegenstände zu retten.

Ist die Wasserhöhe überschaubar und du besitzt eine Pumpe, so kannst du selbst Hand anlegen und das Wasser aus dem Keller zu pumpen. Ist dies jedoch nicht der Fall, bist du auf externe Hilfe, wie zum Beispiel durch die Feuerwehr angewiesen. Vor allem bei großen Überschwemmungen ist das meist die bessere Wahl.

Sobald der Raum vom Wasser befreit ist, sollte Schlamm, welcher wo möglicherweise eingedrungen ist, schnellst möglich entfernt werden. Wird dieser nämlich hart, lässt er sich nur noch schwer entfernen. Bis das Mauerwerk vollständig getrocknet ist, dauert es oft mehrere Monate. Um diesen Prozess zu beschleunigen und dadurch der Gefahr der Schimmelbildung aus dem Weg zu gehen kann der Einsatz eines Bautrockners empfehlenswert sein.

Fazit

Um gegen Hochwasser in allen Fällen bestmöglich abgesichert zu sein, sollten rechtliche, sowie auch bauliche Maßnahmen im Voraus abgeklärt sein. Der Schaden, der durch Hochwasser entsteht, kann sehr teuer werden. Es gilt auch hier, Vorsicht ist besser als Nachsicht. Wer sich davor gut abgesichert hat, hat am Ende mit Hochwasser weniger Probleme.

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